Chirurgisches Zentrum am Markt Bad Homburg

Dr. med. J. Allmendinger
Dr. med. C. Frank
Dr. med. Ch. Schüürmann

 

 

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Leicht vergrößerter Großzehenballen mit Abweichung der Großzehe

Stark vergrößerter Ballen mit erheblicher Abweichung der Großzehe

Vergrößerter Großzehenballen mit Gelenkabnutzung

Hallux Valgus
Die Großzehe

Vergrößerter Großzehenballen ohne Fehlstellung der Großzehe
An der Innenseite des ersten Mittelfußköpfchens kann sich der Knochen verdicken. Die Gelenkkapsel wird überdehnt, die Großzehe nach außen gedrückt. Die mitverlagerten Sehnen ziehen die Zehe immer weiter nach außen. Der Großzehenballen scheuert am Schuh, wird gereizt und schmerzt.

Behandlung
Die Knochenanlagerungen wird entfernt. Aus der Gelenkkapsel wird ein Stück entfernt, um sie zu straffen. Verkürzte Sehnen werden gelöst oder verlängert.

 



Nachbehandlung
Kurz nach der Operation ist das Gelenk weniger beweglich, gewinnt aber durch Übungsbehandlung und Gebrauch wieder seine volle Beweglichkeit.







  Leicht vergrößerter Großzehenballen mit Abweichung der Großzehe
Bei dieser gewöhnlich vererbten Veranlagung ist der Winkel zwischen erstem und zweitem Mittelfußknochen etwas größer als normal. Die Großzehe biegt sich nach außen. Knöcherne Anlagerungen am ersten Mittelfußköpfchen kommen hinzu. Die Folge sind Reizungen, Schwellungen und Schmerzen am Großzehenballen. Durch die Fehlstellung entstehen frühzeitige Verschleißveränderungen am Grundgelenk.

Behandlung
Der Knochen wird im Bereich des Köpfchens umgestellt und mit einem dünnen Metalldraht fixiert. Dieser braucht in der Regel nicht entfernt werden.


Nachbehandlung
Die Heilung dauert mehrere Wochen, weshalb etwa 4-6 Wochen ein spezieller Schuh getragen werden muß.






Stark vergrößerter Ballen mit erheblicher Abweichung der Großzehe
Durch einen stark vergrößerten Winkel zwischen erstem und zweitem Mittelfußknochen steht der Großzehenballen sehr weit hervor. Die Großzehe kann sich über oder unter die zweite Zehe schieben oder diese nach außen drängen. Schmerzen, Schwellungen, Hornhaut und Fehlbelastungen entstehen, die durch enges Schuhwerk noch verstärkt werden. Die Veranlagung hierzu ist vererbt.

Behandlung
Der Knochen muß im Bereich des Mittelfußschafts umgestellt werden. Der durchtrennte Knochen wird mit Schrauben oder Draht wieder vereinigt. Dieses Metall muß meist nicht entfernt werden.



Nachbehandlung
Der Fuß und das Sprunggelenk werden in einem Kunststoffgipsverband ruhiggestellt. Die ersten Wochen bis zur Knochenheilung darf nicht belastet werden. Nach 4 bis 6 Wochen kann der Kunststoffgips entfernt werden. Nach 8 bis 12 Wochen ist wieder voller Gebrauch möglich.






Vergrößerter Großzehenballen mit Gelenkabnutzung
Als Folge einer Fehlstellung der Großzehe oder nach rheumatischen Gelenkentzündungen entsteht eine verstärkte Abnutzung des Grundgelenks. Der Gelenkknorpel oder das ganze Gelenk sind zerstört.

Behandlung
Man kann eine Gelenkversteifung durchführen, indem man das Gelenk entfernt und die benachbarten Knochen mit Draht oder Schrauben fest aneinander fügt, bis sie zusammengewachsen sind. Die Schmerzen sind sicher beseitigt, eine Gelenkbeweglichkeit ist aber nicht mehr möglich. Oder man entfernt einen Teil des Gelenks, trägt die Knochenanlagerungen ab und bildet ein "falsches" Gelenk aus. Straffes Bindegewebe zwischen den Knochenanteilen läßt eine ausreichende Beweglichkeit zu. Man kann auch ein künstliches Gelenk einsetzen, nachdem eine oder beide Gelenkflächen entfernt wurden. Welche Operation in Ihrem speziellen Fall durchgeführt wird erläutert Ihnen Ihr Arzt.

Nachbehandlung
Sofern keine knöcherne Versteifung abgewartet werden muß, ist es möglich, schon bald nach der Wundheilung wieder zu laufen. Vorübergehend muß ein besonderer Schuh getragen werden.

 

 

Hallux Rigidus
Großzehengrundgelenksteifigkeit

Durch zunehmende Abnutzung der Gelenkflächen kommt es zu stärker werdenden Schmerzen im Großzehengrundgelenk beim Laufen, bisweilen auch in Ruhe. Im weiteren Verlauf tritt eine Einschränkung der Beweglichkeit im Gelenk auf, schließlich sind der Gelenkknorpel oder das ganze Gelenk zerstört.

Behandlung

Neugebildete Knochenanlagerungen werden entfernt. Je nach Fortgeschrittenheit kann man durch eine Verkürzungsoperation im Bereich des 1. Mittelfußköpfchen das Gelenk entlasten. Oder man entfernt einen Teil des Gelenks und bildet ein "falsches" Gelenk aus. Straffes Bindegewebe zwischen den Knochenanteilen läßt eine ausreichende Beweglichkeit zu.

Man kann auch eine Gelenkversteifung durchführen, indem man das Gelenk entfernt und die benachbarten Knochen mit Draht oder Schrauben fest aneinanderfügt, bis sie zusammengewachsen sind. Die Schmerzen sind sicher beseitigt, eine Gelenkbeweglichkeit ist aber nicht mehr möglich. Die Einsetzung eines künstlichen Gelenks ist auch durchführbar, nachdem eine oder beide Gelenkflächen entfernt wurden.

Nachbehandlung

Sofern keine Knochenversteifung abgewartet werden muß, ist es möglich, schon bald nach der Wundheilung wieder zu laufen. Vorübergehend muß eine besonderer Schuh getragen werden. Meist ist eine frühzeitige Krankengymnastik notwendig.